Das 2te mal in Wien
Heute Morgen um 6 Uhr sind meine Frau und ich nach Wien gefahren um eine Abtreibung zu machen. Vor 2 Jahren musste meine Frau schon mal abtreiben, da nach 3 Kindern ein 4. Kind finanziell einfach nicht mehr leistbar ist. In Wien angekommen haben wir das Auto abgestellt und sind mit dem Taxi weiter zum Fleischmarkt in der Nähe des Schwedenplatzes. Dort angekommen haben wir eine Weile gesucht, weil das nicht sehr gut angeschrieben ist, nur eine kleine Hinweistafel hängt heraussen. Wir gingen dann rein, die Stiegen hoch und dann wurden wir schon empfangen. Impfpass oder sonstiges wird benötigt um die Blutgruppe einsehen zu können, danach kurze Kontrollen und das warten beginnt bis man aufgerufen wird. Ich bin in der Zwischenzeit wieder runter, da ich das ganze nicht sehr gut verkrafte so eine Abtreibung, und ging ins freie um mich abzulenken. Um 9 Uhr war der Termin, um 9.40 Uhr hat mich meine Frau dann angerufen das alles erledigt ist und sie bereits auf mich vor der Tür wartet. Ich war heilfroh das alles ohne Komplikationen verlaufen ist, weil ja immer Risiken bestehen bei solchen eingriffen. Wie schon bei der Ankunft wartet rennt vor der Eingangstür immer einer herumm, der gegen die Abtreibung kämpft, mit kleinen Prospekten und Aufklärungen will er eben gegen Abtreibungen ankämpfen. Was hilft mir aber das ganze, ich bin auch gegen Abtreibungen, aber es geht einfach finanziell nicht, noch ein Kind groß zu ziehen, uns beiden bleibt obwohl wir beide vollzeit arbeiten, monat für monat kein geld übrig, im gegenteil, oft muss das konto überzogen werden, und wird dann mit urlaubs oder weihnachtsgeld wieder gleich gemacht. das ganze leben ist bereits so teuer geworden, und wir haben ein haus gebaut vor 6 jahren wo ein kredit zurückgezahlt werden muss, monatlich das landgeld, ca. 150.- spritkosten habe ich um zur arbeit zu kommen, die hausversicherung, autoversicherung und eine unfallversicherung, handy und internetkosten. da soll sich dann noch einer wundern, wenn immer mehr abtreibungen sind, und diesen herren die da vor dem tor in wien herummrennen und gegen abtreibungen ankämpfen erklärt, das man sich heutzutage kaum noch kinder leisten kann, weil alles so teuer ist, und der staat nur mehr zusieht wie alles den berg runter rutscht, den was hilft mir die kinderbeihilfe, die 13. kinderbeihilfe die vor der wahl unbedingt als wahlwerbung für die einzelnen parteien schnell eingeführt werden soll, wenn sprit und lebensmittel, energie und alles eben was man dringend braucht zum leben um vielfaches teurer wurde, und vielen leuten nichts mehr übrig bleibt. der staat treibt uns bürgern noch in den ruin wenns so weiter geht, und irgendwann wenn die alles ausgebuetet haben, und nirgends mehr wo was abzweigen können, dann werden auch die topverdiener endlich spüren, und es wird auch bei denen eng werden, ich freue mich bereits auf diesen tag sollte ich ihn erleben.